Viele Menschen träumen vom Eigenheim, haben aber noch kein großes Polster angespart. Die gute Nachricht: Ein Hauskauf ohne oder mit wenig Eigenkapital ist möglich. Die ehrliche Nachricht: Es gibt dabei einiges zu bedenken.
Bei einer sogenannten 100-Prozent-Finanzierung übernimmt die Bank den gesamten Kaufpreis. Bei einer 110-Prozent-Finanzierung werden zusätzlich die Kaufnebenkosten mitfinanziert — also Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und ggf. Makler. Das klingt verlockend, hat aber seinen Preis: Banken verlangen für solche Finanzierungen deutlich höhere Zinsen, weil das Risiko für sie größer ist.
icht jeder. Banken schauen bei einer 100-Prozent-Finanzierung sehr genau hin: Das Einkommen muss stabil, ausreichend hoch und möglichst unbefristet sein. Eine saubere Schufa ist Pflicht. Beamte, Ärzte und Angestellte in sicheren Branchen haben bessere Chancen. Selbstständige oder Personen in der Probezeit haben es deutlich schwerer.
Der Zinsaufschlag für eine Vollfinanzierung kann 0,5 bis über 1,0 Prozent betragen — je nach Bank und Profil. Bei einem Darlehen von 300.000 € über 20 Jahre bedeutet das schnell 20.000 bis 40.000 € Mehrkosten im Vergleich zu einer Finanzierung mit Eigenkapital.
Wenn das Einkommen sehr stabil und hoch ist, die Immobilie günstig bewertet wird und die Miete aktuell teurer wäre als die Kreditrate — dann kann eine Vollfinanzierung trotz höherer Zinsen wirtschaftlich sinnvoll sein. Es kommt immer auf den Einzelfall
Lassen Sie sich nicht allein von Zinsvergleichen leiten. Entscheidend ist das Gesamtbild: Wie viel Rate können Sie dauerhaft stemmen? Was passiert, wenn das Einkommen vorübergehend wegfällt? JULID Finanzberatung prüft gemeinsam mit Ihnen, ob und wie eine Finanzierung ohne Eigenkapital für Sie funktionieren kann.
Eine Vollfinanzierung ist anspruchsvoll, aber nicht ausgeschlossen. Wenn Sie im Ostalbkreis oder Rems-Murr-Kreis eine Immobilie kaufen möchten und wenig oder kein Eigenkapital mitbringen, schauen wir gemeinsam, welche Banken das unter welchen Voraussetzungen ermöglichen – und ob KfW-Programme wie das Wohneigentumsprogramm 124 die Situation verbessern können.